Einführung Arbeitssicherheit an Biegemaschinen
Um das Risiko von Verletzungen an Rundbiegemaschinen, Rohrbiegemaschinen oder auch umformenden Maschinen im allgemeinen zu reduzieren, gibt es durch die BG (Berufsgenossenschaften) für die Industrie eine fast kaum noch überschaubare Liste an Sicherheitsvorschriften und nötigen Sicherheitsvorkehrungen an Biegemaschinen (hierzu gehören ebenfalls die Kantbank, oder Abkantbank, beziehungsweise die Gattung der Schwenkbiegemaschinen), die nicht nur für den Arbeiter einen erhöhten Schutz bringen sollen, sondern teilweise auch die Rundbiegemaschine selbst vor einer Beschädigung bewahren.
So sind für motorische Rohrbiegemaschine einige Standards erfolgt, die den Betrieb alter Maschinen ohne eine nachträgliche Umrüstung untersagen. Die Zweihandschaltung, bei der beide Hände am Schaltpult anliegen müssen um den Umformvorgang ist dabei ein Schutzmechanismus, der jedoch auch seit einigen Jahren alleine nicht mehr als ausreichend eingestuft wird um den sicheren Betrieb einer Rundbiegemaschine zu gewährleisten auch wenn auf diese Weise mehr oder weniger sichergestellt ist, dass dem Arbeiter keine Hand mehr frei bleibt um in das Biegewerk oder Walzwerk der Rundbiegemaschinen und Rohrbiegemaschinen zu gelangen. Sicherer ist hier dann die räumliche Trennung zwischen Rundbiegemaschine und Arbeiter, indem die Steuerung der Maschine durch ein externes Schaltpult erfolgt, welches in 2-3 Meter Entfernung aufgestellt wird.
Auch die Möglichkeit Arbeiter und Biegemaschine durch Schutzgitter oder eine Schutzscheibe räumlich zu trennen ist ein oft genutztes Vorgehen. Hierbei muss das Gitter hochgefahren werden, bzw. heruntergeklappt werden, damit kein direkter Kontakt zum Werkstück mehr erfolgen kann. Erst wenn diese Schutzvorrichtung eingerastet ist, lässt sich die Rundbiegemaschine oder Rohrbiegemaschine einschalten.
Auch Lichtschranken oder Lichtgitter, welche die Inbetriebnahme bei Unterbrechung verhindern, oder die Rundbiegemaschine sofort ausschalten, wenn im laufenden Betrieb die Schranke durchbrochen wird, sind eine Schutzmaßnahme, welche jedoch nur Ergänzend eingesetzt wird und als alleiniges Merkmal heutzutage nicht mehr als ausreichend eingestuft werden kann.
Auch im inneren einer Rohrbiegemaschine gibt es diverse Schutzvorrichtungen, welche die Maschine sofort zum Stillstand bringen, wenn eine Abweichung festgestellt wird. Dieses kann zum Beispiel gegeben sein, wenn der Biegevorgang abseits der Norm ausgeführt wird. So wird zum einen die Maschine und zum anderen auch die dort befindlichen Werkzeuge vor einer möglichen Beschädigung geschützt.
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