Biometrie in der Zutrittskontrolle

Unter Biometrie versteht man grundsätzlich die Vermessung menschlicher Lebewesen bzw. bestimmter Körperteiler, wie zum Beispiel der Augen oder der Fingerabdrücke. Die Vermessung erfolgt durch sehr präzise Sensoren.

Je nach Technik unterscheidet man die folgenden Sensoren:

  • E-Feld Sensoren
  • Polymere Sensoren
  • Thermische Sensoren
  • Kontaktlose Sensoren
  • Optische Sensoren
  • Ultraschall-Sensoren
  • Kapazitive Sensoren

Besonders für den Abgleich geeignet und daher weitverbreitet ist der Fingerabdruck (Fingerprint System) eines Menschen oder der Abgleich der Augen, da diese Körperteile charakteristische Merkmale aufweisen.

Aufgrund der hohen Präzision werden bevorzugt kapazitive und optische Messverfahren im Bereich der Zutrittskontrolle eingesetzt. Beim optischen Verfahren wird Licht auf die Fingerkuppe oder Handfläche gestrahlt. Durch die Messung der Lichtreflexion werden die benötigten Daten erzeugt. Bei der kapazitiven Prüfmethode werden mehrere zehntausend Kondensatorelemente unterschiedlich durch die Berührung entladen.Die Auswertung und Digitalisierung, der je nach Technik gewonnenen Daten mit Hilfe entsprechender Auswerteeinheiten, ermöglicht die Identifizierung der Person zuverlässig.

Diese Technik bietet uns heute die Möglichkeit zum Beispiel Zutrittskontrollsysteme zu installieren, welche selbsttätig die Zutrittsberechtigung einer Person überprüfen und Zugang ermöglichen oder auch verweigern. Anwendung findet die Zutrittskontrolle durch biometrische Vermessung schon häufig in Büros, Labors, auf Flughäfen, aber auch im privaten Bereich und allen weiteren Räumlichkeiten, die nur bestimmten Personen zugänglich gemacht werden sollen.

Der Vorteil dieser Systeme liegt auf der Hand. Die individuellen Merkmale eines Menschen sind einzigartig und unveränderbar. Dadurch ist die Manipulation oder Überlistung des Systems fast ausgeschlossen und bietet einen hohen Sicherheitsstandard für die gesicherten Räume. Zudem entfällt die Gefahr des Verlustes von wichtigen Schlüsseln oder Codekarten.

Ebenso lassen sich die sogenannten Fingerprint - Kontrollsysteme leicht verwalten. Sollen bestimmte Personen zusätzlich Zutritt erhalten oder soll der Zutritt für bestimmte Personen verwährt werden, so müssen die Daten innerhalb der Anlage lediglich angepasst werden. Das aushändigen oder entziehen von Schlüsseln oder gar das Auswechseln von Schlössern ist damit überflüssig

Bei einfacheren Systemen müssen die Finger über den Scanner geführt werden. Die Fehlerquote kann hier bei ungleichmäßiger Auflage etwas höher sein. Hochwertigere Systeme verlangen lediglich die Auflage des oder der Finger. Hierbei bewegt sich der Scanner und tastet die Daten gleichmäßig ab.

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