Eine kleine Geschichte der Jagd
Der Mensch ist ein Jäger und Sammler: Welche Person kennt diesen Satz nicht. In diesem Fall ist das enorm prägnant: Schon in unserer Ursprungszeit, jener Steinzeit, haben wir neben dem Sammeln die Jagd erfunden. Die Hatz ist einer der Hauptgründe, weswegen sich die Menschheit so geradlinig entwickelt hat:
Wild erlegen erforderte komplexere Gedankengänge wie etwa das Einsammeln von Früchten, Waffen mussten angefertigt werden, das Wild musste aufgestöbert werden, die Jagd musste zusammen mit vielen Individuen geplant wie auch abgerundet werden um Gelingen zu haben. Aufgrund der nun energetischeren, proteinreicheren Kost, musste man, im Vergleich zu rein pflanzlicher Ernährung, weniger kauen, um die gleiche Anzahl an Kraft aufzunehmen.
Das wiederum spiegelte sich in der Fortentwicklung des Menschen wieder, der Kauapparat wurde immerzu minder wichtig, dafür erhöhte sich das Hirnvolumen: Der Weg zum modernen Homo Sapiens war frei.
Die Jagd prägte hierbei die Fortentwicklung des Menschen erheblich und wurde von Generation zu Generation fort entwickelt und verfeinert.
Mit dem Entstehen der Viehzucht sank die Bedeutung der Hatz in der Fleischversorgung. So entwickelte sich die traditionelle Hetzjagd andauernd vielmehr zu einem Freizeitvergnügen. Im Mittelalter schließlich war die Hatz ein reines Sonderrecht des Adels. Die Hetze auf "Hochwild" (Hirsche, Fasane u.a.), insbesondere mit Köcher, Pfeil und Bogen, war im Mittelalter für sich dem Adel reserviert.
Die Hetzjagd auf Kleinwild wie z.B. Kaninchen war hingegen meistens dem einfachen Volk erlaubt.
Jagdte ein Angehöriger eines niederen Standes wiederum z.B. einen Hirsch, wurde dies als Wilderei teilweise mit dem Tod bestraft. Dabei galten die Jagdfrevler im Mittelalter oftmals als verstoßen, hatten keine Rechte mehr und durften seitens Jedem gestellt und getötet werden.
In der Neuzeit verlor die Jagd durchgehend mehr an Bedeutsamkeit. Vor allem aus ethischen Gründen und Gründen des Naturschutzes wurden selbst in Großbritannien Treibjagden verboten. Aber auch in deutschen Wäldern ist der Förster immerzu noch unentbehrlich: Er kontrolliert mithilfe von geregeltem "Zur Strecke bringen" die Population und das Gleichgewicht der Tierarten.
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