Ein externer Dolmetscherdienst

In der Vergangenheit war es ein enormer Vorteil im Berufsleben, wenn man neben der Muttersprache noch eine zweite oder eine dritte Sprache perfekt beherrscht hat. Tolle Berufschancen wurden einem dadurch ermöglicht. Heutzutage ist es natürlich noch immer ein eindeutiger Pluspunkt, wenn man eine weitere Sprache perfekt beherrscht, allerdings ist diese schon fast zur Voraussetzung bzw. Selbstverständlichkeit für manche Berufe geworden.

Dolmetscher und Fach Übersetzer tun sich mittlerweile sehr schwer eine feste Anstellung zu bekommen, meist müssen sie auf selbstständiger Basis arbeiten. Das liegt daran, dass ihr Können zu spezifisch ist. Haben Übersetzer neben ihren sprachlichen Künsten noch eine weitere Qualifikation, sehen die beruflichen Chancen schon wieder viel positiver aus. Denn eine Kombination aus Sprachbegabung und zum Beispiel wirtschaftlichem Fachwissen ist von dem Großteil der Arbeitgeber herzlich willkommen und heiß begehrt.

Ein einseitig ausgebildeter Dolmetscher wird zwar sehr gerne für anfallende Fachübersetzungen gebucht, aber nur für einzelne Aufträge. Eine Festanstellung eines Dolmetschers möchten sich die meisten Unternehmen nicht leisten, denn er ist zu einseitig einsetzbar und kann daher nicht stetig beschäftigt werden. Selbst in großen Bürokomplexen, in denen sich die eingemieteten Unternehmen die Servicekräfte teilen, wird gewöhnlich mit einem externen Dolmetscherdienst zusammengearbeitet.

Das bedeutet also für frisch ausgebildete Übersetzer, die keine weitere Qualifikation mitbringen können, dass sie den Großteil ihrer Bewerbungen an externe Übersetzungsbüros richten sollten, denn die Wahrscheinlichkeit für eine Festanstellung in einem Industrieunternehmen ist zu gering.

Die Bezahlung ist aber trotzdem sehr gut, da die Unternehmen, die einen Fachmann benötigen - auch wenn es nur für einen bestimmten Auftrag ist - sind auf dessen Kenntnisse angewiesen und in vielen Fällen hängen wichtige Geschäfte davon ab. Im deutschsprachigen Raum wird in der Industrie immer mehr der Fokus auf den osteuropäischen Markt gerichtet und Sprachkenntnisse, die in diese Richtung gehen, sind sehr gefragt - denn ohne ‚gemeinsame‘ Sprache kann auch keine gemeinsamer Nenner gefunden werden und somit auch kein gemeinsames Geschäft zustande kommen.

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