Italienische Kaffeekocher
Italienische Kaffeekocher, auch Espressokocher genannt, sind italienische Herdkaffeemaschinen und gehören bei Uns eigentlich zu den weniger beliebten Kaffeemaschinen. Kaffee zubereiten mit einem italienischen Kaffeekocher ist im Prinzip einfach, aber es gibt dabei doch einen gewissen Lernprozess und Dies ist wahrscheinlich auch der Grund warum diese Kaffeemaschinen weniger populär sind. Dies obwohl man mit italienischen Kaffeekochern einen sehr guten, starken und geschmacksvollen Kaffee zubereiten kann.
Ein paar Tipps bei der Verwendung von italienischen Kaffeekochern:
- Wasser-Reservoir füllen: Füllen Sie nie zu viel Wasser in das Reservoir. Das Wasser befindet sich im unteren Teil des Kaffeekochers und wird beim Erhitzen nach oben gepresst. Im oberen Teil des Wasser-Reservoirs befindet sich ein Ventil damit Wasserdampf, bzw. Überdruck, entweichen kann, wenn das Wasser zu kochen beginnt. Füllen Sie das Reservoir nur bis unter das Ventil. Wenn das Ventil unter Wasser steht kann der Überdruck nicht entweichen und der Kaffeekocher kann explodieren.
- Dosierung Kaffeemehl: Verwenden Sie immer die genau richtige und richtig gemahlene Menge an Kaffeemehl. Wenn Sie ihre Kaffeebohnen selbst mahlen sollte der Mahlgrad etwas feiner als für Filterkaffee und etwas grober als für Espresso sein. Füllen Sie den Kaffeefilter zu zwei Dritteln mit Kaffeemehl. Manche Leute empfehlen um den Kaffeefilter bis zum Rand zu füllen aber diese Menge an Kaffeemehl resultiert oft in einem bitteren Kaffee.
- Kaffeesorten: Es liegt vor der Hand, dass man mit besseren Kaffeebohnen auch einen besseren Kaffee bekommt. Verwenden Sie darum immer nur qualitativ hochwertige Kaffeebohnen. Auf dem Markt gibt es hauptsächlich zwei Arten von Kaffeebohnen: Arabica- und Robustabohnen. Arabica ist schwieriger zu züchten, hat einen niedrigeren Ertrag, ist teurer, ist aber auch der bessere Kaffee. Robusta ist eine weniger anspruchsvolle Pflanze, hat einen höheren Ertrag und kann früher geerntet werden. Robusta Bohnen sind darum billiger und werden hauptsächlich in Kaffeemischungen mit Arabica Bohnen verwendet. Wegen seinem schärferen und dumpfen Geschmack ist purer Robusta Kaffee ist eher eine Seltenheit. Mit Ausnahme von Kopi Luwak, einem puren indonesischen Robustakaffee, sind alle Spitzenkaffees Arabica-Kaffees. Für den besten Kaffee sollten Sie darum nur 100% Arabica Kaffeesorten verwenden.
- Röstgrad: Je länger Kaffeebohnen geröstet werden, je dunkler Sie werden. Die unterschiedlichen Röstgrade reichen von hell bis dunkel oder selbst glänzend schwarz. Dunkle Röstungen haben oft einen leicht verbrannten Geschmack. Welchen Röstgrad Sie verwenden sollten bleibt Ihnen überlassen. Vergessen Sie jedoch nicht, dass italienische Kaffeekocher einen starken Kaffee machen. Wenn Sie eher ein Liebhaber von mildem Kaffee sind sollten Sie sich für eine helle Röstung entscheiden.
- Wasser: Verwenden Sie immer frisches und sauberes Wasser. Quellwasser und filtriertes Wasser schmecken besser als Leitungswasser und auch ihr Kaffee wird damit besser schmecken. Ein weiterer Vorteil von Quell- und filtriertem Wasser ist daß es kaum zu Kalk- und Mineralablagerungen in dem Kaffeekocher kommt, wodurch die Notwendigkeit des regelmäßigen Entkalkens entfällt.
- Kochtemperatur: Lassen Sie das Wasser nicht zu stark kochen. Lauschen Sie nach dem Kaffeekocher. Wenn Sie ein Gurgeln hören ist der Kaffee fertig. Man kann den Kaffeekocher dann noch etwa 30 Sekunden auf dem Herd stehen lassen, bis der letzte Wassertropfen im Oberteil angekommen ist. Aber dabei kann die Kochtemperatur leicht zu hoch werden und den Kaffee verbrennen. Das Resultat: Ein bitterer Kaffee. Dieser letzte Schritt ist entscheidend wenn es darum geht um einen bitter schmeckenden Kaffee zu vermeiden.
Es ist eine gute Idee um, wenn Sie ihren Kaffeekocher zum ersten Mal benutzen, herauszufinden wie lange der Zubereitungsprozess genau dauert. Mit diesem Wissen können Sie einen Timer einstellen und vergessen dann auch nie, dass Sie noch einen Kaffeekocher auf dem Herd stehen haben.
Italienische Kaffeekocher werden fälschlicherweise auch als Espressokocher bezeichnet. Kaffeekocher machen jedoch eher starken Kaffee als Espresso. Der notwendige Druck von 15 Bar, notwendig um von richtigem Espresso sprechen zu können, wird bei diesen Kaffeemaschinen nicht erreicht. Für richtigen Espresso müssen Sie sich, wohl oder übel, eine richtige Espressomaschine oder einen Kaffeevollautomaten anschaffen.
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