Private Equity – Direktinvestition oder Dachfonds

Private Unternehmensbeteiligungen - auf englisch Private Equity - zählen in der langfristigen Betrachtung zu einer der erfolgreichsten Anlageformen. Mit kaum einer anderen Investmentklasse konnten Anleger in den vergangenen Jahrzehnten so hohe Renditen erzielen, wie mit Private Equity Fonds.

Doch bei der Auswahl geeigneter Investments stellt sich immer wieder die Frage: Direktinvestition oder Dachfonds. Bei einer Direktinvestition legt der Investor natürlich nicht sein Geld direkt in einem Zielunternehmen an, sondern investiert es in einen Fonds, der es seinerseits direkt investiert. Eine direkte Investition in ein Unternehmen wäre in der Regel nur mit einem Betrag von mehreren Millionen Euro möglich. Der Private Equity Fonds streut das Geld seiner Anleger dann auf mindestens ein Dutzend einzelne Beteiligungen und verteilt somit das Risiko auf mehrere Investments.

Ein Dachfond hingegen geht noch einen Schritt weiter. Er investiert seinerseits das Geld seiner Anleger in mehrere Fonds, welche ihrerseits dann in verschiedenste Beteiligungen investieren. Dadurch erhöht sich dir Anzahl der indirekten Beteiligungen schnell auf über hundert, was das Risiko von Totalverlusten noch weiter senkt. Beide Varianten - direkt investierender Fonds und Dachfonds, gibt es sowohl als börsennotierte Beteiligungsgesellschaften als auch als geschlossene Private Equity Fonds. Während man in die Beteiligungsgesellschaften jederzeit investieren und Anteile daran auch jederzeit wieder veräußern kann, ist bei geschlossenen Private Equity Fonds zum einen der Erwerb von Anteilen nur während der so genannten Zeichnungsphase oder später über Zweitmarktbörsen möglich und zum anderen haben diese Fonds eine feste Laufzeit, innerhalb derer Anteile nur umständlich und teilweise unter ihrem eigentlichen Wert veräußert werden können.

Dafür stehen dem Anleger über die geschlossene Variante Investitionsmöglichkeiten offen, die ihm nicht jede börsennotierte Beteiligungsgesellschaft bieten kann. Für welche Variante sich ein Anleger entscheidet, sollte er im Vorfeld genau prüfen, denn ganz besonders bei geschlossenen Fonds kann er im Nachhinein eben nicht von heute auf morgen aus seinem Investment aussteigen.

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