Vom Handy zum Smartphone
Als 1992 in Deutschland das erste Mobilfunknetz an den Start ging, konnte niemand ahnen, welchen Siegeszug das Handy – welches damals noch Mobilfunkgerät oder Mobiltelefon benannt wurde – eines Tages antreten würde. Vorraussetzung für diesen imposanten Siegeszug der mobilen Telefonie war die internationale Einigung der Regierungen auf einen gemeinsamen Mobilfunkstandard nämlich GSM. GSM ist die Abkürzung für „Global Standard of Mobile Communication“. Diese Einigung führte dazu, dass fünfzehn Jahre später reichlich 50 Millionen Menschen in Deutschland mobil mit Handys telefonieren. Weltweit nennt heute nahezu jeder zweite Mensch ein Handy sein eigen.
Waren die Endgeräte am Anfang dieses Prozesses noch schwer und unhandlich, so wurden die Mobiltelefone im Zeitablauf immer kleiner und handlicher, so dass diese sich den Kosenamen Handy (englisch für handlich, praktisch) auch verdienten. Anfang des neuen Jahrtausends wurde ein (ebenfalls international einheitlicher) neuer Standard eingeführt: UMTS. Mit diesem Mobilfunkstandard wurde auch das Internet mobil. Allerdings scheint dieser Standard erst jetzt ca. fünf Jahre später zu einem Massenphänomen werden.
Neue Endgeräte, die Smartphones (z.B. von Blackberry), machen das Internet auf den vergleichsweise kleinen Endgeräten verfügbar. Kombiniert man die Möglichkeiten des Internets mit den Stärken der Handys, werden ganz neue Dienste denkbar. Der Vorteil, den das Handy in diese Ehe mit einbringt, ist die Lokalisierbarkeit des Nutzers.
Durch diese Kombination werden so genannte location based services möglich. Hier liefert das mobile Telefon die Information, wo der Kunde sich gerade aufhält, an den Internetservice und dieser informiert den User z.B. über Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe seines aktuellen Standortes.
Im Rahmen von Social Communities hoffen die zuständigen Produktmanager schon heute, dass mit Hilfe von Handys und dem Internet Freunde zusammengeführt werden, die sich zufällig gerade in der Nähe aufhalten, aber gegenseitig nichts davon wissen. Hier soll also dem Zufall auf die Sprünge geholfen werden. Die Zukunft wird zeigen, welche Dienste uns die Smartphones und anderes intelligentes Handyzubehör bereitstellen werden.
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