Pflegezusatzversicherung: Pflegebedürftigkeit steigt in Deutschland an
Die Menschen in Deutschland werden auf Grund des Lebensstandards und des medizinischen Fortschritts immer älter: Betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in der Bundesrepublik 1960 rund 70 Jahre, liegt sie heute bei knapp 80 Jahren Das ist eine gute Nachricht. Es ist aber auch eine Herausforderung. Die Konsequenz daraus ist nämlich: Die Pflegebedürftigkeit steigt in Deutschland an.
Dies schafft Probleme, der sich die Politik und die gesamte Gesellschaft stellen müssen. Das am meisten diskutierte Problem ist das der Finanzierung. Die Menschen werden immer älter, gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Nicht nur die Rentenversicherung, die in der Bundesrepublik bisher im Wesentlichen über ein Umlageverfahren finanziert wird, bringt dies in Schwierigkeiten. Umlageverfahren bedeutet, dass die Beschäftigten mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen die Renten der älteren Menschen zahlen. Angesichts des Wandels der Alterspyramide kommen auf einen Beschäftigten immer mehr Rentner. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Das gleiche ist für die Pflegeversicherung festzustellen: Auch diese wird durch in gleichen Anteilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Die Kosten werden angesichts der größer werdenden Zahl an Pflegebedürftigen weiter steigen - Ein Konzept zur Deckung dieses Finanzierungsbedarfes ist nicht abzusehen.
Steigende Pflegebedürftigkeit führt auch dazu, dass hierfür Infrastruktur in Form von Pflegeheimen geschaffen werden muss. Und zudem bedarf es einer ausreichenden Anzahl an Personal. Bei zweitem Punkt gibt es schon heute einen Mangel. Pflegeheime suchen händeringend nach Beschäftigten. Die oftmals schlecht bezahlten Arbeitsplätze und vielfach stressigen Arbeitsbedingungen schrecken viele potentielle Interessenten am Pflegeberuf ab.
Pflege ist aber nicht nur ein politisches Thema, viele stehen auch privat vor der Frage, wie mit pflegebedürftigen Verwandten umzugehen ist. Die wichtigste Entscheidung dabei ist, ob die pflegebedürftige Person zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung betreut werden soll. Bei der Betreuung zu Hause können Sozialdienste je nach Bedarf wichtige Unterstützung leisten.
Eine Pflegezusatzversicherung sorgt für Entlastung für die Angehörigen. Hier gibt es eine Reihe von Tests und Vergleichen. Jeder, der über 50 jahre ist, sollte über den Abschluss einer private Pflegezusatzversicherung nachdenken.
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