Die Private Krankenversicherung im Detail
Immer wieder wird man auf die Vorzüge einer privaten Krankenversicherung (kurz PKV) hingewiesen. Die Behandlung sei besser, bei der Terminvergabe sei man bevorzugt, das Leistungsspektrum hebe sich deutlich von den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen ab. Doch kaum einer kennt tatsächlich die Bedeutung, die mit einer PKV einher geht.
Um etwas genauer über die verschiedenen Arten der PKV und die Voraussetzungen Bescheid zu wissen, sollte man zuerst einmal ein PKV Lexikon bemühen. Denn gerade innerhalb der privaten Krankenkassen und den Tarifen gibt es feine aber erhebliche Unterschiede. So muss man sich durchaus bewusst sein, ob man lediglich den „Basistarif“, den „Beihilfetarif“, die „freie Arztwahl“ möchte, oder ob man überhaupt innerhalb der „Beitragsbemessungsgrenze“ liegt.
Eine Vielzahl der Interessierten wird sich nun fragen, weshalb diese Begrifflichkeiten überhaupt von Bedeutung sind. Doch gerade beim PKV Vergleich sollte man sich im Vorfeld darüber bewusst sein, welchen Versicherungsumfang man nun tatsächlich anstrebt. Und eben hier sind diese beispielhaft genannten Begriffe durchaus relevant.
Die „Beitragsbemessungsgrenze“ in etwa beurteilt, ob man überhaupt den Zugang zur Vollversicherung in der PKV erhalten kann. Sollte man vom Einkommen nämlich unter dieser Bemessungsgrenze liegen, so könnte man allenfalls eine Basisversicherung („Basistarif“) abschließen, die ein Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen verspricht. Insofern wäre hier durch einen Wechsel keine wirkliche Verbesserung zur bisherigen gesetzlichen Kasse erreicht.
Der Beihilfetarif kommt für all jene in Frage, die zur Gesundheitsfürsorge vom Arbeitgeber eine Beihilfe erhalten, was in der Regel vor allem bei Beamten der Fall ist. Hier ist bereits durch die Beihilfe ein Kostenanteil (in der Regel zwischen 30 und 70 % je nach Familienstand) abgedeckt. Die PKV muss daher nur noch den offen stehenden Anteil abdecken, entsprechend niedriger ist die zu erbringende Versicherungsprämie.
Die freie Arztwahl ermöglicht dem Versicherten, nach eigenem gut dünken sich den jeweiligen (Fach-)Arzt auszusuchen, was jedoch oftmals eine Steigerung der Versicherungsprämien nach sich zieht.
Man erkennt also schnell, dass durchaus ein Grundwissen vorhanden sein sollte wenn man beabsichtigt, in die PKV zu wechseln.
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