Der Weg zur eigenen Immobilie - auch ohne Makler!

Immobilien - auch ohne Makler

Über 80 % der Bundesbürger haben ihn - diesen einen Traum. Endlich Eigentümer der eigenen Immobilie sein. Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher. In Irland, Spanien und anderen Ländern ist die Eigentumsquote deutlich höher als hierzulande.

Ein nachvollziehbarer Wunsch. Assoziiert man damit doch Dinge wie Unabhängigkeit, Freiheit, eine gute Altersvorsorge usw. Kurz: die eigene Immobilie vermittelt (fast) jedem ein gutes Gefühl. Gegen dieses Gefühl ist auch nichts einzuwenden. Wie könnte man über Gefühle auch streiten? Gefühle sind nun mal so wie sie sind.
Losgelöst vom emotionalen Aspekt, spricht jedoch einiges gegen die vier Wände. Insbesondere finanzielle Gründe sprechen dagegen. Aber das soll hier und jetzt nicht näher beleuchtet werden.

Wie sieht aber nun der Weg aus, der Weg vom Mieter zum Eigentümer?

Wie so oft beginnt alles mit einem Ziel. Aus meiner jahrelangen Praxis habe ich immer wieder Menschen kennen gelernt, die sich für alle möglichen Immobilien interessiert haben. Wird eine Entscheidung konkreter stellt man fest, dass jeder Mensch dann doch sehr genaue Vorstellungen davon hat, wie seine Traumimmobilie denn aussehen soll. Problematisch und unglücklich wird es dann, wenn ein Käufer kurz vor dem Notartermin beginnt, sich über sein eigentliches Ziel, also welche Immobilie er eigentlich besitzen möchte, Gedanken zu machen.

Es gilt zu Beginn eben diese Vorstellungen zu definieren und für sich festzuhalten. Dabei sollten möglichst viele Facetten der aktuellen Lebenssituation, aber auch der weiteren Lebensplanung Berücksichtigung finden. Hier nur eine Auswahl der möglichen Fragen, die sich jeder stellen sollte:

  1. Wie viele Personen ziehen ein
  2. Ist die Familienplanung abgeschlossen
  3. In welcher Situation ist jedes Familienmitglied? (Z.B. Wie lange sind die Kinder noch im Haus?)
  4. Sachliche Bedingungen wie z.B. Größe des Objektes, Zimmerzahl, Keller ja/nein, welche Räumlichkeiten werden zwingend benötigt?
  5. wo soll die Immobilie sein und warum? Wo will man auf gar keinen Fall wohnen?
  6. Welche Wege müssen täglich zurückgelegt werden?
  7. Wie viele Fahrzeuge werden benötigt und/oder sind vorhanden?
  8. Welche Kompromisse sind möglich?
  9. Welche Mitentscheider sind da? (Schwiegermutter?)

Das sind nur ein paar der Fragen die jeder für sich glasklar beantworten muss. Dabei ist es wichtig, dass wirklich jeder aus der Familie gehört und berücksichtigt wird. Notfalls auch weitere Personen, die in irgendeiner Form an der Entscheidungsfindung beteiligt sind.

Hat man all diese Fragen beantwortet, kristallisiert sich allmählich ein genaueres Bild heraus. Mit diesem Bild im Kopf, sollte man als nächstes die Frage der Finanzierung klären. Es geht an dieser Stelle noch nicht darum, sofort unterschiedlichste Banken aufzusuchen und alle möglichen Angebote einzuholen. Dafür ist es noch viel zu früh. Aber ein Gespräch sollte man führen. Und zwar das mit seiner Hausbank. Ziel dieses Gespräches ist die Beantwortung zweier Fragen. 1. Bin ich überhaupt finanzierbar? 2. Wie groß ist der mögliche Finanzierungsrahmen?

Ich habe immer wieder Menschen getroffen, die mir versichert haben, eine Finanzierung sei kein Problem. Als dann vor dem Termin um eine Finanzierungsbestätigung gebeten wurde, wurde es dann aber zum Problem. Es gab nämlich keine. Ärgerlich. Peinlich. Unnötig.

Achten Sie nur darauf, dass Ihr Banker auch die anfallenden Nebenkosten berücksichtigt. Je nach Situation liegen die Nebenkosten zwischen 5 - 11 %. Es gibt nachher immer noch genügend Möglichkeiten die Nebenkosten zu Ihren Gunsten zu beeinflussen. Insbesondere die Maklerkosten lassen sich sehr effizient einsparen. D.h. Immobilien ohne Makler, ohne Provision. Trotz Makler.

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